19. Mai 2011 15:23 Uhr
Beim Prestigeprojekt "Drei-Schluchten-Staudamm" schlägt China neue Töne an.
Der Staatsrat hat eingeräumt, dass es neben Umweltproblemen auch geologische und wirtschaftliche Schwierigkeiten gebe. Das umgerechnet 16 Milliarden Euro teure Projekt sei zwar insgesamt erfolgreich. Für die 1,4 Millionen Menschen, die für das Bauprojekt umgesiedelt wurden, müsse aber mehr getan werden. Außerdem seien weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Umweltverschmutzung und zum Schutz vor Naturkatastrophen nötig.
Der Drei-Schluchten-Staudamm war von Anfang an vor allem im Ausland umstritten. Peking erhofft sich vom Damm weniger Hochwasserprobleme am Jangtse-Fluss und zugleich Energie für die boomende Wirtschaft. Geologen warnen hingegen vor einem steigenden Erdbeben-Risiko.
Die Regierung gibt zwar zu, dass das Füllen des Reservoirs zu mehr Erdstößen geführt habe. An dem schweren Beben in der Provinz Sichuan vor zwei Jahren sei der Stauseee aber nicht schuld gewesen. 87.000 Menschen kamen damals ums Leben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)