19. Mai 2011 17:31 Uhr

Al-Dschasira-Reporterin berichtet über Folter in syrischem Gefängnis

Irgendwann habe sie sich nur noch die Ohren zuhalten wollen.

Das berichtet die Journalistin Dorothy Parvez über ihre Erfahrung in einem syrischen Gefängnis, in dem sie Foltergeräusche gehört haben will. Drei Tage lang war sie dort inhaftiert. In dieser Zeit habe sie aus den Nachbarzellen zu jeder Tages- und Nachtzeit Schläge, Schreie und Gebrüll vernommen. Wie sie dem Nachrichtensender "Al Dschasira" sagte, trug niemand in dem Gefängnis eine Uniform.

In Syrien demonstrieren die Menschen seit Wochen für Reformen und gegen den Präsidenten. Viele von ihnen wurden festgenommen.

Dorothy Parvez saß seit Ende April in Haft. Sie wurde festgesetzt, als sie nach Syrien einreisen wollte - nach Angaben der Behörden mit einem abgelaufenen Pass. Parvez ist amerikanischer, iranischer und kanadischer Herkunft und arbeitet selbst für "Al Dschasira". Gestern wurde sie freigelassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)