20. Mai 2011 07:40 Uhr
Lungenkrebs wird häufig erst diagnostiziert, wenn es schon zu spät ist. Forscher der Universität Bonn haben jetzt herausgefunden, dass man am Blut eines Menschen erkennen kann, ob er erkrankt ist. Sie entwickeln zusammen mit Wissenschaftlern der Uni-Klinik Köln einen Bluttest für Raucher. Wie die Forscher berichten, identifizierten sie dafür mehr als 480 Moleküle, deren Konzentration sich im Blut verändert, sobald jemand an Lungenkrebs erkrankt. Das sei auch in einem sehr frühen Stadium möglich, wenn die Krankheit noch operierbar und in vielen Fällen heilbar sei. Der Vorsorge-Bluttest könne also dazu beitragen, dass ein Großteil der Lungenkrebs-Patienten überlebe.
Für die im Fachmagazin "Clinical Cancer Research" veröffentlichte Studie untersuchten die Forscher mehr als 200 Raucher. In einer größeren Studie sollen die Ergebnisse bestätigt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)