20. Mai 2011 09:39 Uhr

Flüssigkristalle zeigen schädliche Bakterien an

Flüssigkristalle sind vielseitig einsetzbar - in LCD-Bildschirmen, aber auch in der Biochemie. Ein Forscherteam der Universität Wisconsin hat jetzt herausgefunden, dass sich Flüssigkristalle auch eignen, um kleinste bakterielle Verunreinigungen im Wasser nachzuweisen.

Wie das Magazin "Science" berichtet, stellten die Wissenschaftler fest, dass bestimmte Bakterien die typische Anordnung der Moleküle in Flüssigkristallen verändern können. Experimentiert wurde mit Endotoxinen. Das sind giftige Bestandteile etwa von Salmonellen oder E.coli-Bakterien. Die Forscher gaben die Endotoxine in Wasser und mischten dann Flüssigkristalle hinzu, um die Konzentration der Bakterien festzustellen. Laut den Forschern veränderten die Kristalle schon bei der kleinsten Menge Endotoxine ihre Struktur: Die Bakterien konnten bereits bei einer Konzentration von einem Piktogramm pro Milliliter nachgewiesen werden, das sind zehn hoch minus 12 Gramm.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)