20. Mai 2011 10:59 Uhr
In Israel wird der Film "Melancholia" von Lars von Trier nicht zu sehen sein.
Nach Angaben der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau will der zuständige israelische Filmverleih einen schon geschlossenen Vertrag wieder auflösen. Der Grund: Die Äußerungen des Regisseurs über Hitler und die Nazis auf den Filmfestspielen in Cannes. Von Trier hatte dort gesagt, er sei ein Nazi. Israel bezeichnete er als Ärgernis. Trotz seiner nachfolgenden Entschuldigung für die angeblich humorvoll gemeinten Aussagen wurde der Däne von den Filmfestspielen ausgeschlossen.
Nach Angaben der Zeitung "Politiken" bestellte auch Argentinien den Film ab. Man könne nicht den Film eines Mannes zeigen, der mit seiner klaren Nazi-Erklärung das jüdische Volk und die ganze Menschheit gekränkt habe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)