20. Mai 2011 13:23 Uhr
Junge oder Mädchen? - Diese Frage lässt sich nach der Geburt nicht bei jedem Baby eindeutig beantworten. Mediziner schätzen, dass bei etwa einem von 5.000 Neugeborenen das Geschlecht nicht klar erkennbar ist. In Lübeck befasst sich derzeit eine internationale Tagung mit dem Thema und sorgt für Proteste. So wirft die Betroffenen-Organisation "Zwischengeschlecht.org" den Wissenschaftlern "menschenrechtswidrige Genitalverstümmelung an Zwittern" vor. Die Mediziner würden nicht notwendige Genitaloperationen vornehmen. Diese Eingriffe glichen der Beschneidung von Mädchen in einigen afrikanischen Ländern. Der Leiter der Tagung, Olaf Hiort, räumte ein, tatsächlich würden kosmetische Operationen vorgenommen. Dies diene jedoch dazu, den Betroffenen ein möglichst normales Aufwachsen zu ermöglichen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)