20. Mai 2011 15:23 Uhr
Sie lügt nicht unbedingt, aber auch die Kriminalitätsstatistik verzerrt das Bild. Das sagt der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, und verweist auf die hohe Dunkelziffer. In Wahrheit sei die Zahl der Straftaten gestiegen und nicht, wie von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich heute mitgeteilt, gesunken. In der offiziellen Statistik werden für das vergangene Jahr rund 5,9 Millionen Straftaten ausgewiesen, so wenige wie noch nie seit der Wiedverereinigung. Wendt sagte aber der Nachrichtenagentur dapd, dass natürlich nur Fälle erfasst würden, die angezeigt oder bei Polizeikontrollen aufgenommen würden. So sei zum Beispiel bei Sexualstraftaten mit einer Dunkelziffer von 70 Prozent zu rechnen. Wendt geht von zehn Millionen Taten aus. Besonders die Computerkriminalität und die Zahl der Wohnungseinbrüche hätten zugenommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)