20. Mai 2011 16:28 Uhr

Forschungsprojekt zur CO-2-Lagerung unterm Meer beginnt

Wie gefährlich ist die Kohlendioxid-Speicherung im Meeresboden? Das will ein europäisches Forschungsprojekt unter der Leitung des Kieler Institus für Meereswissenschaften erkunden. Heute gaben die Wissenschaftler erste Einzelheiten bekannt: Die erste von 20 geplanten Schiffsexpeditionen soll am 28. Mai starten. Ziele sind die Region vor der deutschen Nordseeinsel Juist, wo es natürliche CO-2-Lager gibt und die Küste Norwegens, wo bereits zwei künstliche Speicher im Meer betrieben werden. Die Forscher wollen prüfen, an welchen Stellen der Kohlendioxid-Speicher Gas austritt und welche Folgen das für die Organismen am Meeresboden hat. Gegner der CO-2-Speicherung, darunter Umweltverbände und die schleswig-holsteinische Landesregierung warnen vor ungeklärten Risiken. Das Projekt "ECO2" kostet nach Angaben des Projektleiters rund 20 Millionen Euro, etwa die Hälfte davon übernimmt die Europäische Union.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)