20. Mai 2011 17:28 Uhr

Russische Journalisten beklagen Selbst-Zensur

Die russische Opposition kommt in den Nachrichten nur dann vor, wenn der Sender-Chef es erlaubt. Das belegen zum Beispiel Mails des Direktors von Ren-TV vor der Bürgermeisterwahl in Sotschi. Zehn Monate vor den nächsten Präsidentschaftswahlen in Russland hat die Moskauer Reuters-Korrespondentin Journalisten befragt, und viele beklagen den steigenden Druck. Der Fernseh-Moderator Vladimir Pozner sagte, die Bereitschaft zur Selbst-Zensur sei noch nie so hoch gewesen. Viele junge Journalisten seien während der Präsidentschaft von Vladimir Putin aufgewachsen und hätten dessen unausgesprochene Regeln verinnerlicht, was gesagt werden darf und was nicht. Seit Putins Amtszeit sind Russlands führende Nachrichtensender alle direkt oder indirekt im Staatsbesitz.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)