23. Mai 2011 08:24 Uhr

Parlament in Jerusalem berät über Kürzungen für israelische Musiker wegen Bayreuth-Reise

Der Komponist Richard Wagner wird in Israel wegen seiner antisemitischen Ansichten seit Jahrzehnten boykottiert. Trotzdem wollen im Juli zwei israelische Orchester in der Wagner-Stadt Bayreuth auftreten. Nach Angaben der israelichen Zeitung "Jediot Achronot" gibt es nun eine Initiative im Parlament in Jerusalem, als Strafe öffentliche Gelder für die beteiligten Musikergruppen zu streichen. Das Parlament werde sich noch in dieser Woche mit der Streitfrage befassen.

Wagner wird in Israel von vielen als "Vater der Rassentheorie" angesehen, der Adolf Hitler inspiriert haben soll. Der Boykott seiner Werke wurde 1938 unter dem Eindruck der Reichsprogromnacht ausgesprochen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)