23. Mai 2011 12:22 Uhr

"Mr. Dax" kritisiert den reinen Computerhandel an der Frankfurter Börse

Computer statt Mensch - dieser Austausch findet heute an der Frankfurter Börse statt. Denn statt Händlern legen ab sofort Computer die Preise fest. Was das im täglichen Aktienhandel für Konsequenzen haben kann, davor hat der als "Mr. Dax" bekannt gewordene Aktienexperte Dirk Müller im Deutschlandradio Kultur gewarnt. Der klassische Parketthandel sei ein Handel auf Augenhöhe gewesen. Man habe sich gegenseitig respektiert und versucht, fair miteinander Geschäfte zu machen. Jetzt, da ausschließlich Computer die Preise für Aktien festlegten, sitze der Börsenhändler "fast wie ein Autist" vor dem Bildschirm und sei mit sich und der Elektronik allein. Müller kritisiert den Computerhandel als "reine Zockerei". Die Computer berechneten nur noch, wie sie die anderen Rechner im System am besten über den Tisch ziehen könnten. Für die Deutsche Börse AG sei der Wandel aber von Vorteil: für jeden Handel kassiere sie Gebühren. Da sei es von Vorteil, dass Computer in Sekundenschnelle Papiere kaufen und verkaufen könnten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)