23. Mai 2011 14:26 Uhr
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Law Foundation hat den US-amerikanischen Netzwerkausrüster Cisco verklagt. Sie wirft dem Unternehmen vor, die chinesische Regierung bei der Verfolgung von Regimegegnern zu unterstützen. In der Klageschrift heißt es, Cisco habe beim Aufbau einer Infrastruktur geholfen, mit der das Internet zensiert und Dissidenten ausfindig gemacht werden könnten. Die Menschenrechtsorganisation vertritt eigenen Angaben zufolge mehrere Mitglieder der in China verbotenen religiösen Falun-Gong- Bewegung, die in der Volksrepublik festgehalten, gefoltert oder getötet wurden.
Wie das Onlineportal "heise" berichtet, hatte sich Cisco 2008 davon distanziert, die chinesische Regierung aktiv bei Zensur und Unterdrückung zu unterstützen. Die Menschenrechtler berufen sich dem Bericht zufolge aber auf Marketingmaterial des Unternehmens. Darin sei aktiv damit geworben worden, mit Hilfe von Cisco-Technik gegen Gegner der Volksrepublik vorgehen zu können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)