24. Mai 2011 07:22 Uhr
Die Franzosen dürfen sich jetzt auch offiziell wieder mit Absinth berauschen.
Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wurde jetzt per Dekret ein französisches Gesetz aufgehoben, das den Absinth verboten hatte. Bisher durfte lediglich ein Zitat: spirituöses Getränk aus Absinth-Pflanzen verkauft werden - offiziell aber kein Absinth.
Die "grüne Fee" war im 19. Jahrhundert besonders in der Kunstszene beliebt und galt als das inoffizielle Nationalgetränk Frankreichs. Dem Absinth wurden fast schon magische Kräfte zugeschrieben. Selbst Ärzte setzten ihn in Algerien gegen unreines Trinkwasser und Malaria ein.
Weil Absinth das Nervengift Thujon enthält, wurde er zu Beginn des 20. Jahrhunderts in vielen europäischen Ländern verboten. Später stellte sich heraus, dass der Thujon-Gehalt im Absinth zu niedrig ist, um gefährlich zu sein. Trotzdem legte die EU 1988 einen Grenzwert fest. Daraufhin wurde Absinth in vielen Staaten wieder erlaubt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)