24. Mai 2011 16:22 Uhr

Pockenbestand bleibt noch mindestens drei Jahre erhalten

Dürfen tödliche Viren zu Forschungszwecken aufbewahrt werden, auch wenn die Krankheit als ausgerottet gilt? Diese Frage sollte die diesjährigen Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf klären - und hat die Entscheidung um weitere drei Jahre bis 2014 aufgeschoben.

Konkret geht es um die letzten Pocken-Erreger der Welt, die an zwei Orten in den USA und Russland aufbewahrt werden. Ob und wann die Bestände vernichtet werden sollen, wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Unter anderem die USA argumentieren, die Viren könnten zur Entwicklung weiterer Impfstoffe notwendig sein - etwa dann, wenn Terroristen Pockenviren als Biowaffe einsetzen. Andere Staaten warnen, die russischen und amerikanischen Bestände könnten in falsche Hände geraten.

Natürlich auftretende Pocken gelten seit Anfang der 80er Jahre als ausgerottet. Seitdem wurde kein einziger Infektionsfall mehr gemeldet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)