25. Mai 2011 11:21 Uhr

Journalist über die Situation der Medien in der autonomen Region Kurdistan

"Ihr könnt schreiben, was ihr wollt, und wir können euch verhaften, wenn wir wollen" - Das sei der Grundsatz der Regierung in der nordirakischen autonomen Region Kurdistan. Der Gründer und Chefredakteur der unabhängigen kurdischen Zeitung "Awena", Asos Hardi, sagt im Gespräch mit der "taz", die Situation für die Medien habe sich im Zuge der arabischen Revolution verschärft. Die Regierung habe versucht, Demonstrationen zur Unterstützung der Revolte in Ägypten mit allen Mitteln zu unterdrücken. Deshalb würden die Proteste nun fortgesetzt. Zwar gebe es in Kurdistan offiziell keine Zensur. Doch wer publiziere, müsse mit Konsequenzen rechnen.

Die Autonome Region Kurdistan liegt im Norden des Irak. Sie wurde 1970 zwischen dem damaligen Vizepräsidenten des Irak Saddam Hussein und den Vertretern der kurdischen Parteien gegründet. Sie führt eine eigene Flagge, eine eigene Verfassung sowie eine eigene Hymne.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)