26. Mai 2011 10:23 Uhr
Die Rekonstruktion des Berliner Schlosses soll an die Geschichte Berlins anknüpfen.
So formulierte es der Architekt Franco Stella, als er gestern in der Hauptstadt die Pläne für den Wiederaufbau vorstellte. Deshalb sollen drei Seiten getreu den Originalfassaden des preußischen Baumeisters Andreas Schlüter nachgebaut werden.
Der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses mit dem Humboldtforum soll bis 2019 fertig sein und dann als Bühne der Weltkulturen dienen. Der Baustart ist mittlerweile für 2014 vorgesehen - drei Jahre später als ursprünglich geplant. Der Grund: Die Kosten werden entgegen vorheriger Berechnungen auf über 600 Millionen Euro geschätzt.
Das Berliner Schloss war im Krieg beschädigt und 1950 gesprengt worden. In den 70er-Jahren stand an derselben Stelle der Palast der Republik, in dem die Volkskammer der DDR tagte. Von Anfang Februar 2006 bis Anfang Dezember 2008 wurde das Gebäude schrittweise abgerissen. Bereits 2002 hatte der Bundestag den Wiederaufbau des ursprünglichen Berliner Schlosses abgesegnet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)