26. Mai 2011 15:24 Uhr

Afrika: Ausland kauft Grundstücke für eigene Landwirtschaft

Chinas Landwirtschaft beschränkt sich nicht nur auf die eigene Landfläche. Auch in Äthiopien produzieren die Chinesen Lebensmittel für den eigenen Bedarf. Darüber schreibt die Zeitschrift "New Scientist" online. Demnach pachteten auch Indien und Saudi Arabien hunderttausende Hektar in Äthiopien und im Sudan, um dort beispielsweise Getreide oder Gemüse anzubauen. Warum? Ein Wissenschaftler der Universität von Manchester erklärt: Es gehe um Wasser. Denn Wasser für die Landwirtschaft sei sowohl in China, wie auch in Indien oder Saudi Arabien begrenzt - und entsprechend teuer. In Afrika gebe es dagegen noch viele ungenutzte Wasserreserven. Die afrikanischen Staaten seien häufig nicht in der Lage, entsprechende Infrastrukturen aufzubauen, um die Wasserressourcen selbst zu nutzen.

So sei es für China, Indien oder Saudi Arabien günstiger, ihre Landwirtschaft ins afrikanische Ausland zu verlegen, als mithilfe komplizierter und teurer Verfahren die eigenen Wasserreserven weiter auszuschöpfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)