27. Mai 2011 11:21 Uhr
Spatzen kommt es auf die inneren Werte an. Diesen Schluss lässt eine Studie der Vetmeduni Vienna zu. Eine Forschungsgruppe wollte herausfinden, nach welchen Kriterien sich die Vögel ihre Partner aussuchen. Dazu boten sie Weibchen in Experimenten verschiedene Männchen als Partner an. Das Ergebnis: Die Weibchen wählten nicht unbedingt die schönsten Männchen aus. Vielmehr suchten sie nach Partnern, die individuell zu ihnen passten.
Die Wissenschaftler fanden nach eigenen Angaben einen Zusammenhang zwischen der Partnerwahl und einer bestimmten Gruppe von Genen, die eine Schlüsselrolle im Immunsystem spielt. Die Nachkommen von Eltern, bei denen diese Gene stark unterschiedlich ausgeprägt sind, seien möglicherweise resistenter gegen Krankheiten als andere. Die Spatzen-Weibchen hätten in den Experimenten jeweils das Männchen ausgesucht, das von der Ausprägung der Gene her am besten zu ihnen passte.
Die Studie wurde in "BMC Evolutionary Biology" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)