30. Mai 2011 14:09 Uhr
Wenn deutsche Medien aus Afghanistan berichten, sind sie nur noch zu Besuch. Der einzige deutsche Korrespondent in dem Land hört auf. Der Journalist Christoph Reuter hatte bisher für das Magazin "Stern" vom Hindukusch berichtet. Seine Kollegen von anderen Medien unternehmen zwar regelmäßig Reisen nach Afghanistan. Ihre Büros haben sie aber im Ausland, beispielsweise in Indien.
Nach zweieinhalb Jahren in der Konfliktregion beklagt Reuter im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur Stillstand und Korruption in dem Land. Von den Taliban habe er sich nicht stärker bedroht gefühlt als von der afghanischen Regierung. Über sie dürfe man auch Böses schreiben, ohne dass sie einen deswegen angriffen. Bei der herrschenden Regierung sehe das anders aus.
Reuter soll künftig für den "Spiegel" über den Nahen Osten berichten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)