30. Mai 2011 14:28 Uhr
Eculizumab macht EHEC-Patienten Hoffnung. Die Therapie mit dem neuen Wirkstoff verläuft nach Angaben der Medizinischen Hochschule Hannover erfolgreich. Mediziner setzen ihn bei dem so genannten hämolytisch-urämischen Syndrom ein. Das ist eine schwere Komplikation, die von EHEC ausgelöst werden und zu Nierenversagen führen kann.
Ärzte hatten kürzlich im Fachblatt "New England Journal of Medicine" über frühere Fälle berichtet, in denen der Eculizumab-Antikörper die Symptome von drei EHEC-Infizierten Kindern deutlich verbessert hatte. Der aggressive Darmkeim hat bisher zum Tod von 13 Menschen in Deutschland geführt. Die meisten Opfer stammen aus Norddeutschland. Experten rechnen mit weiteren Todesfällen. Es gibt zurzeit mehr als 1.200 Infizierte und Verdachtsfälle. Viele Patienten liegen auf der Intensivstation. Das Robert-Koch-Institut rät nach wie vor, auf rohe Gurken, Tomaten und Salat zu verzichten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)