31. Mai 2011 11:21 Uhr
Weniger ist mehr. Das gilt zumindest für die Arbeitslosenstatistik, die regelmäßig präsentiert wird. Wie die Bundesagentur für Arbeit heute mitteilte, waren im Mai rund 2,96 Millionen Menschen als erwerbslos registriert.
Der Mathematikprofessor Gerd Bosbach aus Koblenz hält diese Zahl für geschönt. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, regelmäßig würden Arbeitslose "wegdefiniert". Kranke zählten nicht, ebensowenig wie Menschen über 58. Auch den angeblichen Facharbeitermangel hält Bosbach für ein Märchen. Wenn es wirklich einen Mangel gebe, müssten die entsprechenden Jobs besser bezahlt werden. Auch gäbe es dann keine Hochschulabsolventen, die sich mit Praktika und befristeten Verträgen über Wasser halten müssten. Auch im naturwissenschaftlich-technischen Bereich gebe es riesige Mengen von Studierenden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)