1. Juni 2011 10:32 Uhr
Eine politische Entscheidung mit religiösen Motiven zu begründen, das hält Altkanzler Gerhard Schröder für gefährlich. In einem Interview mit der Zeitschrift "Christ und Welt" plädiert der Sozialdemokrat für eine deutliche Trennung von Staat und Kirche. Außerdem sieht er in den USA eine Gefahr durch den Einfluss christlicher Fundamentalisten der Tea-Party-Bewegung. Die amerikanische Demokratie sei jedoch stark genug, damit fertig zu werden. Schröder sprach sich mit Blick auf die Tötung von Osama bin Laden in Pakistan durch US-Einheiten gegen die Todesstrafe aus. Der Tod des Al-Kaida-Chefs sei für ihn kein Anlass zur Freude. Er habe aber Verständnis für die Ausnahme-Entscheidung gehabt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)