2. Juni 2011 08:08 Uhr
Der ägyptische Geheimdienst hat die Gespräche zwischen Aktivisten der Aufstandsbewegung auch auf dem Internet-Telefondienst Skype abgehört.
Das "Wall Street Journal" berichtet, Aktivisten hätten fälschlicherweise geglaubt, wegen der Verschlüsselung des Dienstes könne Skype nicht abgehört werden. Jetzt seien Abhörprotokolle des ägyptischen Geheimdienstes aufgetaucht, die das widerlegten.
Skype verwendet mehrere Verschlüsselungs-Strategien. Der ägyptische Geheimdienst nutzte offenbar die Software ("Finspy") eines britischen Herstellers, die den Audiostream eines Computers aus dem Kopfhörer und dem Mikrofon ausliest.
Der Sicherheits-Chef von Skype sagte dem "Wall Street Journal", solche Angriffe könne das Unternehmen nicht abwehren. Skype sei nicht als Produkt konzipiert, das vor staatlicher Überwachung schütze.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)