3. Juni 2011 06:52 Uhr

Chile will Tod von Schriftsteller Pablo Neruda untersuchen

Seine Gedichte sind weltberühmt - die Umstände seines Todes dagegen sind anscheinend unklar. Der Literatur-Nobelpreisträger Pablo Neruda aus Chile ist im Jahr 1973 gestorben, zwei Wochen nach dem Militärputsch im Land. Nun soll laut Justizkreisen in Santiago de Chile geprüft werden, ob er möglicherweise ermordet wurde. Nach Angaben eines langjährigen Vertrauten Nerudas wurde er vom Regime des früheren Diktators Augusto Pinochet umgebracht.

Die Pablo-Neruda-Stiftung, die den Nachlass des Autors verwaltet, hält trotzdem an der bisherigen Darstellung fest. Demnach ist Neruda im Alter von 69 Jahren an Prostatakrebs gestorben. Allerdings habe sich sein Zustand durch den Militärputsch verschlechtert, weil ihn der Sturz und Tod seines Freundes und damaligen Präsidenten Salvador Allende psychisch belastet habe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)