6. Juni 2011 06:53 Uhr

"Süddeutsche Zeitung": Vor allem Leiharbeiter von Strahlung in AKW ausgesetzt

Es klingt ein bisschen wie modernes Sklaventum. Einem Zeitungsbericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge werden in Atomkraftwerken vor allem die Leih- und Werkarbeiter den Strahlen ausgesetzt. Festangestellte seien weit weniger belastet. Die Zeitung beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken. Demnach bekommen Leih- und Werkarbeiter fast 90 Prozent der Strahlendosen ab. Allerdings liege die Strahlendosis bei allen unter dem erlaubten Grenzwert.

Nach Angaben der Bundesregierung kommen die Mitarbeiter auch aus dem Ausland. In Frankreich gibt es für solche Mitarbeiter auch einen eigenen Namen: "Nuklear-Nomaden". Bis zu 30.000 Leiharbeiter ziehen dort von Kraftwerk zu Kraftwerk, um Reparaturen und Wartungen zu übernehmen.

Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, die Bundesregierung wolle sich jetzt für einen einheitlichen europäischen Strahlenpass für AKW-Mitarbeiter einsetzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)