6. Juni 2011 16:51 Uhr
Wie kommt es, dass die Länder in Zentralafrika trotz reicher natürlicher Ressourcen so arm sind?
Dieser Frage geht das Giga-Institut für Afrika-Studien nach. Und sieht als Verantwortlichen die Führung der Länder. Bis auf den kleinen Inselstaat São Tomé e Príncipe würden alle Staaten der Region autoritär regiert, zumeist von Militärs. Diese seien häufig korrupt und täten wenig für ihre Bürger. Die internationale Gemeinschaft unterstütze viele dieser Länder nur, um ihren Zusammenbruch und neue Bürgerkriege zu vermeiden.
Zentralafrika könne zudem nicht von seinen Vorräten an Öl, Erz und Diamanten profitieren, weil die Rohstoff-Einnahmen nicht im eigenen Land investiert würden.
Nach Ansicht des Giga-Autors liegt die Region in ihrer Entwicklung insgesamt zehn Jahre hinter anderen in Afrika zurück.
Zu Zentralafrika zählen politisch unruhige Länder wie Angola, Burundi, die beiden Kongos sowie der Tschad, die Zentralafrikanische Republik und Ruanda - aber auch stabilere Staaten wie Äquatorialguinea, Gabun und Kamerun.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)