7. Juni 2011 07:52 Uhr
Früher aufstehen, weil der Strom knapp wird. Als Folge der Atomkatastrophe in Fukushima müssen Angestellte der Stadt Tokio künftig eine Stunde eher anfangen zu arbeiten. Damit soll einer für den Sommer erwarteten Stromknappheit entgangen werden. Rund 9.500 Stadtangestellte sind zunächst davon betroffen. Bis Juli soll die Zahl auf 25.000 wachsen. Die Verantwortlichen glauben, durch den vorgezogenen Arbeitsbeginn weniger Strom aufwenden zu müssen, z. B. für Klimaanlagen. Die Verwaltung hofft, dass das Beispiel Schule macht und auch private Unternehmen mitmachen. Der Ausfall des Atomkraftwerks Fukushima nach dem Erdbeben und Tsunami am 11. März hat eine Lücke in der Stromversorgung der Millionenmetropole hinterlassen. Kraftwerksbetreiber Tepco schätzt, für Tokio und seine Umgebung im Juli 52,8 Millionen Kilowatt Strom liefern zu können. Die erwartete Nachfrage liegt bei 60 Millionen Kilowatt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)