7. Juni 2011 11:22 Uhr
Frauenfußball ist in Deutschland noch lange nicht so populär wie Männerfußball. In Nordkorea ist das aber offenbar umgekehrt: Dort sind die Stadien nur voll, wenn Frauen gegeneinander spielen. Dem Koreanisten Rüdiger Frank zufolge ist die Frauennationalmannschaft dort auch häufiger auf den Titelseiten, wohl auch deshalb, weil sie erfolgreicher sei als die Männer.
Die Regisseurin Brigitte Weich hält die Frauen der nordkoreanische Nationalelf auch für freier als erwartet. Sie hat die Frauen für ein Filmprojekt sechs Jahre lang begleitet und widerlegt gängige Vorurteile: Die Sportlerinnen seien zwar linientreu, ihnen werde bei Misserfolg aber nicht mit Arbeitslager gedroht. Einen unmenschlichen Drill gebe es nicht.
Die Nordkoreanerinnen stehen auf Platz acht der Weltrangliste und zählen bei der Frauenfußball-WM in Deutschland zu den Favoriten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)