7. Juni 2011 16:51 Uhr
Es ist anscheinend ein Tabuthema: Sexuelle Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten. Das Komittee zum Schutz von Journalisten, CPJ, will dieses Problem jetzt in den Fokus rücken. Auslöser war unter anderem der sexuelle Übergriff auf die CBS-Korrespondentin Lara Logan, die im Februar über den Umbruch in Ägypten berichtet hatte. In den vergangenen Monaten hat das Komittee Journalisten befragt und 50 Fälle ermittelt, in denen es zu sexueller Gewalt gekommen ist: Entweder als Vergeltung für kritische Berichterstattung, am Rande von öffentlichen Großveranstaltungen oder nach Verhaftungen oder Entführungen. Viele Journalisten würden über die erlebte Gewalt nicht reden. Das habe mehrere Gründe: Einige wollten damit die Kultur der Täter nicht allgemein schlecht darstellen, andere suchten die Schuld bei sich oder würden sich vor Familie und Arbeitskollegen schämen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)