8. Juni 2011 06:31 Uhr

Simon-Wiesenthal-Zentrum kauft frühen Hitler-Brief

Es sei das bedeutenste historische Dokument, das das Simon-Wiesenthal-Zentrum je erworben habe. Das sagte der Leiter der US-amerikanischen Holocaust-Forschungsstelle, der Rabbiner Marvin Hier, bei der Präsentation eines Briefes von Adolf Hitler.

Das Zentrum hat das Dokument aus dem Jahr 1919 für umgerechnet gut 100.000 Euro von einem privaten Händler gekauft. In dem Brief an Adolf Gemlich forderte Hitler bereits sechs Jahre vor seinem Buch "Mein Kampf" die "unverückbare Entfernung der Juden überhaupt".

Hier meint, ein solches Dokument dürfe sich nicht in Privatbesitz befinden. Was als Meinung eines Privatmannes begonnen habe, habe später zu der fast vollständigen Auslöschung des jüdischen Volkes geführt. Darin liege eine wichtige Lektion für kommende Generationen. - Der Brief soll im Museum der Toleranz in Los Angeles ausgestellt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)