8. Juni 2011 09:21 Uhr

"Kunstgeiselnahme": Bizarrer Streit um tschechische Kunst

Kunstwerke würden als Geisel genommen - beklagt die tschechische Regierung.

Der Grund dafür ist ein Streit mit einem Unternehmen aus Liechtenstein. Dieses fordert vom tschechischen Staat Entschädigungen von rund 370 Millionen Euro. Weil es in dem jahrelangen Rechtsstreit nicht weiter geht, hat das Unternehmen jetzt in Wien und Paris die Pfändung von tschechischem Auslandsvermögen beantragt. Mehrere Kunstwerke wurden daraufhin beschlagnahmt.

Die Prager Nationalgalerie ließ als Reaktion ein Männerportrait Manets aus dem Pariser Musée d'Orsay abtransportieren. Nun soll der Streit vor Gericht weitergehen. Kunstfreunde werden mindestens bis zum Ende des Verfahrens auf einige Werke von Otto Gutfreund und Edouard Manet verzichten müssen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)