8. Juni 2011 12:25 Uhr

Lettische Schüler lernen weiterhin, dass Homosexualität keine Krankheit ist

"Homosexualität ist keine Krankheit und betrifft bis zu zehn Prozent der Bevölkerung." Sätze wie dieser in einem lettischen Schulbuch haben konservative Politiker und Kirchenvertreter in dem baltischen Land empört. Sie wollten das Thema streichen lassen.

Das zuständige Schulamt in Riga hat aber anders entschieden. Das Sozialkunde-Lehrbuch für die 9. Klasse muss demnach nicht geändert werden. Aus der Behörde hieß es, man folge damit den Ratschlägen der staatlichen Kinderschutzbehörde, des lettischen Ärzteverbands und der Weltgesundheitsorganisation.

Für die Gegner der Schulbuchpassage sind die Ausführungen zur Homosexualität in der Lehrschrift ein Angriff auf die Familie und eine Bedrohung angesichts der kritischen demografischen Lage in Lettland.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)