8. Juni 2011 13:53 Uhr
Vor einem knappen Jahr begann in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft, und daran waren auch viele Hoffnungen geknüpft. Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Johannesburg zieht allerdings ein ernüchterndes Fazit: Werner Böhler von der Stiftung vor Ort sagt, dass der positive Schub nicht ausgenutzt werden konnte. Grund dafür seien politische Streitereien. Die Menschen hätten nicht Tickets gewollt, sondern Arbeitsplätze. Aber die meisten neuen Jobs seien nach der WM einfach wieder verschwunden. Auch Caritas International ist enttäuscht: Zwar gebe es jetzt eine verbesserte Infrastruktur mit glänzenden Stadien. Aber viele lokale Fußball-Vereine könnten sich die hohen Gebühren für die Arenen nicht leisten. Die ländlichen Regionen und die illegalen Siedlungen an den Stadträndern seien völlig vergessen worden. Dort gebe es weder Strom noch Wasser, und 90 Prozent der Menschen seien arbeitslos.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)