8. Juni 2011 14:56 Uhr
Über das Für und Wider von Studiengebühren wird in Deutschland seit langem gestritten. Gegner argumentieren unter anderem, viele Studienwillige hätten die Sorge, einen dafür aufgenommenen Kredit später nicht zurückzahlen zu können. Helfen könnte ein Modell, das schon in Australien und Neuseeland praktiziert wird. Beim sogenannten "income contingent loan" ist der monatliche Betrag, den die Absolventen später zurückzahlen müssen, abhängig von ihrem Einkommen.
Wissenschaftler der Australian National University und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung haben errechnet, was Absolventen in Deutschland schon jetzt für Studien-Kredite bezahlen müssen. Das Ergebnis: Bei durschnittlichem Verdienst müssen sie im ersten Jahr rund 14 Prozent ihres Bruttogehaltes aufwenden. In niedrigeren Einkommensgruppen kann die Belastung bis auf knapp 27 Prozent ansteigen. Nach australischem Modell dürfen es dagegen nicht mehr als acht Prozent des Bruttolohnes sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)