8. Juni 2011 15:23 Uhr
"Antonius ist nicht der Leiter des himmlischen Fundbüros." Mit diesem Satz will der Würzburger Generalvikar Karl Hillenbrand mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen. Der heilige Antonius wird häufig von Katholiken angerufen die etwas verloren haben. Deshalb heißt er im Volksmund auch "Schlamper-Toni". Allerdings war der Franziskaner, der im 13. Jahrhundert im italienischen Padua lebte, gar nicht dafür bekannt, verlorene Gegenstände schnell wiederzufinden. Noch im Mittelalter entstand allerdings ein Lobgebet auf den heiligen Antonius. Es beginnt mit den Worten "Wenn du suchst". Damit war aber eine spirituelle Suche gemeint, und nicht die Suche nach einer verschwundenen Heugabel. Das Missverständnis um den "Schlamper-Toni" hat sich trotzdem bis heute gehalten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)