9. Juni 2011 07:00 Uhr

Heuschreckenplage in Afrika: Investoren kaufen Land im großen Stil

Erst hätten sie uns durch riskante Finanzpraktiken in einen globalen Abschwung gesteuert, nun gefährdeten sie die Welternährung. So beschreibt ein US-amerikanischer Think-Tank die Praktiken von internationalen Hedge-Fonds in Afrika. In dem Bericht des Oakland Institute heißt es, sie und andere Spekulanten kauften oft unter zwielichtigen Bedingungen Land auf - mit Versprechen gegenüber den Einheimischen, die sie nicht hielten. Dort würden dann Pflanzen für Kraftstoffe oder Schnittblumen für den Export angebaut.

Das Institut hatte Kaufverträge in mehreren afrikanischen Ländern untersucht - unter anderem in Äthiopien, Mali und Mosambik. Dem Bericht nach haben einige Firmen leichtgläubigen oder korrupten Stammesführern oder Beamten etwa den unbegrenzten Zugang zu Wasser versprochen. Den hätten sie selten bekommen, dafür mussten angeblich Millionen von Kleinbauern ihre Felder abgeben.

Allein im Jahr 2009 sollen Gebiete der Größe Frankreichs so den Besitzer gewechselt haben.

Mehr Informationen dazu hat das Oakland Institute zusammengestellt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)