9. Juni 2011 12:22 Uhr
Tod den Kamelen! Das fordern in Australien schon seit Jahrzehnten viele Farmer und Umweltschützer. Die Tiere wurden im 19. Jahrhundert als Lasttiere ins Land gebracht. Inzwischen gibt es allerdings mehr als eine Million wilde Kamele. Sie zerstören die Vegetation und gelten als Plage. Der Unternehmer Tim Moore aus Adelaide hat eine gewagte Idee, um das Problem zu beseitigen und auch noch Geld damit zu verdienen: Er will die Kamele abschießen, aus Jeeps und Hubschraubern, und für die getöteten Tiere CO2-Zertifikate ausgeben. Ein Kamel erzeugt pro Jahr 45 Kilogramm Methangas, das entspricht der klimaschädigenden Wirkung von einer Tonne CO2. Damit soll ein echter Sieg für die Umwelt erreicht werden, und die Kadaver könnten zudem noch als Tierfutter verwertet werden. Die australische Regierung scheint nicht abgeneigt: Der Vorschlag kommt nächste Woche ins Parlament.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)