9. Juni 2011 12:56 Uhr

Künstliche Erdbeben rund um Erfurt

Rund um Erfurt hat in den vergangenen Wochen die Erde gebebt. Das waren allerdings keine klassischen Erdbeben, sondern künstlich erzeugte Vibrationen. Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben dafür ein 20 Tonnen schweres Vibrator-Fahrzeug benutzt. Es stampfte in regelmäßigen Abständen auf die Erde, und die Wissenschaftler zeichneten auf einer kilometerlangen Strecke die Schallwellen auf. Die Erderschütterungen an der Oberfläche waren den Forschern zufolge vergleichbar mit einem vorbeiratternden Güterzug. Durch die künstlichen Erdbeben wollen die Geowissenschaftler den Untergrund genauer vermessen, vor allem die "Erfurter Störungszone". Das ist eine Verwerfung unter der thüringischen Landeshauptstadt. Noch ist unklar, wie genau sich Wasser und Erde in diesem Sedimentbecken verschieben. Mit der Auswertung ihrer Messergebnisse haben die Forscher jetzt begonnen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)