9. Juni 2011 13:23 Uhr
Der Schnurrbart-Tamarin ist ein kleiner Affe, der im südamerikanischen Urwald lebt. Mit seinem namensgebenden weißen Schurrbart im sonst schwarzen Fell wirkt er possierlich - tatsächlich aber gibt es bei den Tieren häufig Fälle von Kindstötungen und Kannibalismus. Wie spanische Forscher in einem Fachmagazin berichten, töten Mütter dann Jungtiere, wenn abzusehen ist, dass die Gruppe sie nicht versorgen kann. Schnurrbart-Tamarine leben in Gruppen aus mehreren Männchen und Weibchen, die sich gemeinsam um die Jungtiere kümmern. Je mehr Männchen eine Gruppe unterstützten, desto unwahrscheinlicher würde eine Kindstötung.
Die Jungtiere sterben in der Regel, indem sie von den Bäumen auf den Boden fallen, und anschließend von den Weibchen nicht wieder aufgesammelt werden.
Hier der Link zur Veröffentlichung in "Primates": http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21328068
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)