9. Juni 2011 14:26 Uhr
"Die Abschaltung von kino.to war vollkommen sinnlos." Zu diesem Schluss kommt die Piratenpartei, nachdem die Internet-Seite gestern gesperrt wurde. Mit diesem Schritt habe man Millionen potenzieller Kunden verschreckt, die Interesse an Serien und Filmen hätten. Andreas Popp von der Piratenpartei sagte auf golem.de, schon bald würden andere kommen und die Lücke füllen. Hätten die Betreiber von kino.to ihre Idee in den USA verwirklicht, hätten sie anstelle von Haftbefehlen eher ein Milliardenangebot von Google erhalten, so wie damals Youtube. Die Europäer seien ausgesperrt von allen existierenden Streamingportalen, und ein lizenziertes deutsches Portal gebe es nicht. Die Piratenpartei fordert deshalb eine Reform des Urheberrechts. Zwölf der 13 Festgenommenen von kino.to sind auch heute noch in Haft, insgesamt ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegen 21 Verdächtige.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)