10. Juni 2011 12:25 Uhr

Professor Kansteiner: Historiker müssen die Leser sensibilisieren

Wer über den Holocaust schreibt, der hat heutzutage mehr Freiheiten als noch vor 40 Jahren. Das sagte der Geschichtswissenschaftler Wulf Kansteiner im Deutschlandradio Kultur. Ein Grundrezept, wie man den Holocaust erzählen könne, gebe es aber nicht. Wichtig sei es, die Leser zu sensibilisieren.

Kansteiner ist Professor an der State University von New York. Er äußerte sich anlässlich einer Konferenz in Jena zur Geschichtsschreibung des Holocaust. Wegweisend dafür sei Saul Friedländer. In seinen Büchern sei er weg vom wissenschaftlichen Erzählen gegangen, hin zu komplexen literarischen Welten. So habe er den Lesern ein Echo der Ängste und Befürchtungen der Opfer ermöglicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)