14. Juni 2011 12:23 Uhr

Sexismus bleibt im Alltag häufig unbemerkt

Wenn Bauarbeiter einer Frau hinterherpfeifen - dann ist das für viele Menschen eindeutig sexistisch.

Ganz anders sieht das bei unauffälligeren Formen des Sexismus aus - meinen zumindest zwei Psychologinnen in einem Artikel im Fachjournal "Psychology of Women Quarterly". Es sei zum Beispiel auch sexistisch, wenn Frauen im Englischen als "girls" bezeichnet würden - Männer im Gegenzug aber nicht als "boys". Das hätten sie bei Experimenten in Deutschland und den USA herausgefunden. Die Forscherinnen schreiben, die Menschen nähmen solche Feinheiten kaum als Sexismus wahr und übernähmen derartige herabwürdigende Formulierungen und Sichtweisen.

Die Psychologinnen fordern, sowohl Männer als auch Frauen müssten mehr auf das Versteckte achten. Männer sollten zudem Mitgefühl mit den sexistisch behandelten Frauen entwickeln - so könne der Sexismus in der Gesellschaft reduziert werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)