15. Juni 2011 07:21 Uhr
Wie lässt sich vom Weltall aus erkennen, dass es auf der Erde Menschen gibt - vielleicht anhand der Chinesischen Mauer? Besser geeignet wäre wohl ein Blick auf das nächtliche Belgien: Hunderte Straßenkilometer sind dort beleuchtet. Insgesamt erhellen 335.000 Lampen fast das komplette Autobahn-Netz. Eine aktuelle Studie des Belgischen Instituts für Straßen-Sicherheit hat untersucht, ob die Beleuchtung sinnvoll ist. Ergebnis: Das Licht erhöhe zwar die Sicht, führe aber auch zu einem falschen Gefühl von Sicherheit. Zudem seien die Lampenpfosten extrem gefährliche Hindernisse. In Kürze soll in Flandern ein weiterer Bericht fertig werden, der das ganze Modell auf den Prüfstand stellt.
Die nächtliche Autobahn-Beleuchtung nahm vor 60 Jahren ihren Anfang. Es zeigte sich, dass auf die nicht beleuchteten Teile des Straßennetzes besonders viele Verkehrstote entfielen. Zudem waren damals die Energiekosten niedrig, und so wurden aus Sicherheitsgründen die Lampen eingeführt.
In den vergangenen Jahren wurde die Brenndauer der Leuchten bereits heruntergefahren, und viele der Birnen gegen energiesparende Lampen ausgetauscht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)