15. Juni 2011 16:53 Uhr
Bei einer vollen Windel verziehen viele Menschen vor Ekel das Gesicht. Noch größeren Ekel könnte der Verzehr von Pilzen hervorrufen, die auf einer solchen Windel gezogen wurden. In einem Fachblatt berichtet eine Wissenschaftlerin der Metropolitan-Universität in Mexiko-Stadt von einem solchen Experiment. Dafür wurden gebrauchte Windeln aus Cellulose mit Wasserdampf sterilisiert, bevor Austernpilze darauf angepflanzt wurden. Die Pilze seien hervorragend darauf gewachsen und hätten anschließend verspeist werden können. Positiver Nebeneffekt: Beim Wachsen verbrauchten die Pilze innerhalb von zwei Monaten etwa 90 Prozent der Cellulose. Die Forscher hoffen, auf diese Weise ein großes Abfallproblem lösen zu können. Doch die Erfindung hat einen Haken: Das Sterilisieren der Windeln ist so teuer, dass sich der Aufwand kaum lohnt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)