16. Juni 2011 14:29 Uhr
Von einem Rechtsruck der Deutschen Burschenschaft kann nicht die Rede sein. Das sagte der Sprecher des Dachverbands, Michael Schmidt, zu Beginn des Burschentags in Eisenach. Das jährliche Treffen der Studentenverbindungen wird von einem Streit überschattet. Eine Burschenschaft wollte den Ausschluss einer anderen Burschenschaft erreichen. Der Grund: Die Hansea Mannheim hatte ein zwar deutsches, aber chinesischstämmiges Mitglied aufgenommen. In einem Antrag hieß es, es reiche nicht, dass der Verbandsbruder sich subjektiv dem deutschen Volke zugehörig fühle. Er müsse auch deutscher Abstammung sein.
Nach langem Streit wurden nun die Bestimmungen geändert. Bei der Auswahl von Mitgliedern ist laut Schmidt zwar immer noch das Bekenntnis zur deutschen Kultur, die deutsche Staatsangehörigkeit und die Abstammung wichtig. Es müsse aber nicht jeder einzelne dieser Punkte erfüllt sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)