16. Juni 2011 17:53 Uhr
Traditionell gehören in ein Bewerbungsschreiben auf jeden Fall der Name, das Alter und ein Foto. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat im Rahmen eines Pilotprojekts Bewerbungen ohne diese persönlichen Angaben getestet. So konnte der potentielle Arbeitgeber etwa keine Rückschlüsse auf die Herkunft oder den Familienstand ziehen. Die Antidiskriminierungsstelle zog nun eine erste Bilanz der anonymen Bewerbungen. Demnach beurteilten sowohl die teilnehmenden Arbeitgeber als auch die Bewerber selbst das Verfahren als positiv. 4.000 Arbeitssuchende haben bisher teilgenommen, 111 von ihnen haben inzwischen eine Stelle gefunden.
Erst wenn sich ein Arbeitgeber für ein Vorstellungsgespräch entscheidet, werden ihm die persönlichen Daten des Bewerbers bekannt gemacht. So sollen Angehörige oft benachteiligter Gruppen leichter einen Job finden, etwa Menschen mit Migrationshintergrund, Ältere und Frauen mit Kindern. Das Projekt startete im vergangenen Jahr und läuft bis März 2012.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)