17. Juni 2011 11:54 Uhr
Und zum Schluss der Blick ins Lexikon. Weil heute Tag der Bekämpfung von Wüstenbildung ist, schlagen wir unter Wüste nach. Im weiteren Sinn ist jedes Gebiet der Erde, auf dem nichts oder fast nichts wächst, eine Wüste. In Hitzewüsten fehlt den Pflanzen Wasser, in Eiswüsten fehlt Wärme. In einer so genannten vollariden Wüste verdunstet fast das ganze Jahr mehr Wasser, als vom Himmel kommt. Es regnet weniger als 100 mm im Jahr. Das heißt, wenn das gesamte Regenwasser nicht abfließen könnte, stünde es 100 Millimeter hoch über der Erde. Zum Vergleich: In Berlin regnet es etwa sechsmal soviel. In Wüsten gibt es oft enorme Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Deshalb entstehen starke Winde, die als Sand- oder Staubstürme über weite Strecken fegen können, weil sie keine Vegetation aufhält. Wegen zuviel Waldrodung, Ackerbau und des Klimawandels breiten sich in fast allen Teilen der Erde die Wüsten weiter aus. Hunderte Millionen Menschen sind direkt betroffen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)