20. Juni 2011 06:53 Uhr
Der Liberalismus steckt tief in der Krise. Dieser Auffassung ist der deutsche Philosoph und Kulturwissenschaftler Peter Sloterdijk. In einem Gastbeitrag für das Magazin "Focus" schreibt er, Begriffe wie "liberal" und "neoliberal" seien nie zuvor so negativ belegt gewesen wie in den vergangenen Jahren. Nie habe man die Freiheit so eng mit der Besessenheit der Menschen durch Gier-Stress in Verbindung gebracht.
Sloterdijk zufolge ist die Sache der Liberalität zu wichtig, um sie den Liberalen in der Politik zu überlassen. Das Wort Liberalismus müsse wieder ein Synonym für Generosität werden. Und das gehe nur auf Basis der Erkenntnis, dass Menschen nicht nur gierig und habsüchtig seien. Sie seien im Gegenteil auch großzügige und geben wollende Wesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)