20. Juni 2011 06:58 Uhr

Hintergrund: UNESCO-Welterbe

Seit gestern tagt das UNESCO-Welterbekomitee in Paris und berät darüber, welche Natur- und Kulturstätten neu aufgenommen werden. Aber was genau ist eigentlich das UNESCO-Welterbe?

Diese Bezeichnung vergibt die UNESCO an besonders erhaltenswerte Stätten des Menschheitserbes, die vom historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Standpunkt von grundlegender Bedeutung sind. Die Liste des Welterbes umfasst das Weltkulturerbe, also etwa Baudenkmäler, Kunstwerke und Kulturlandschaften, sowie das Weltnaturerbe, zum Beispiel geologische Formationen, besondere Naturlandschaften und Schutzreservate von Tieren und Pflanzen. Außerdem gibt es weitere Listen, etwa für das Weltdokumentenerbe und das Immaterielle Welterbe.

Die in die Liste aufgenommenen erhaltenswerten Stätten werden von der UNESCO beim Erhalt unterstützt, durch Beratung und gegebenenfalls auch durch finanzielle Hilfen. Die Anerkennung durch die UNESCO verpflichtet zudem die entsprechenden Regierungen dazu, eigenständig für den Erhalt und Schutz des Welterbes zu sorgen. Ländern, denen das nicht möglich ist, steht ein jährlicher Welterbefond zur Verfügung. Die Liste umfasst derzeit rund 1000 Kultur- und Naturstätten in mehr als 150 Staaten.

In diesem Jahr entscheidet das Kommitee über knapp 40 Anträge. Darunter befinden sich auch einige aus Deutschland, unter anderem besondere Buchenwälder.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)