20. Juni 2011 15:23 Uhr

Medienstudie: Zeitung mit Monopol-Stellung häufig besser

Konkurrenz belebt das Geschäft. Dieses Prinzip scheint nicht unbedingt für Zeitungen zu gelten. Das wollen jetzt Wissenschaftler der Universität Münster herausgefunden haben. Sie kamen nach einer Analyse zu dem Schluss, dass Zeitungen, die keinem Konkurrenzdruck ausgesetzt waren, besser abschnitten. Dem Ergebnis zufolge ließen sie unter anderem mehr Akteure zu Wort kommen, waren weniger provenzionell und behandelten mehr Themen. Die Medienwissenschaftler vermuten wirtschaftliche Aspekte als einen Grund dafür. So müssten sich Monopolisten nicht den Markt mit der Konkurrenz teilen und hätten somit eine höhere Auflage und damit mehr Geld zur Verfügung.

Für ihre Analyse untersuchten die Münsteraner Forscher insgesamt 66 Regionalzeitungen. 32 davon hatten eine Monopolstellung. Die Studie erscheint demnächst im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)